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Sturm "Ela" vom 9.6.2014


Am Pfingstmontag 2014 suchte der Orkan Ela mit Windgeschwindigkeiten bis über 120km Essen heim. Auch der Grugapark Essen wurde schwer getroffen. Während die Gebäudeschäden minimal waren, wurden ca. 350 Bäume geworfen, gebrochen oder mussten in der Folge gefällt werden. Der Park war vom Tag nach dem Sturm bis zum 4.7.2014 für die Öffentlichkeit gesperrt.

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Vom Sturm gebrochene Schindeleiche

Vom Sturm "Ela" an Pfingsten 2014 gebrochene Schindeleiche im Botanischen Garten. Der Baum musste mittlerweile gefällt werden.

orange Trennlinie


Fotoserie: Pflanzung der ersten Spendenbäume nach den Schäden durch den Pfingststurm „Ela“ im Januar 2015:


LKWs im Morgengrauen

Im Januar 2015 kommen fast an jedem Tag im Morgengrauen LKWs mit neuen Bäumen in den Park.

LKWs im Morgengrauen

An Bord sind riesige Bäume.

LKWs im Morgengrauen

Die riesigen Wurzelballen haben einen Durchmesser von meist über einem Meter.

LKWs im Morgengrauen

Die Bäume werden mit schwerem Gerät entladen.

LKWs im Morgengrauen

Die Bäume werden mit schwerem Gerät entladen – der große Schnurbaum für die Kranichwiese sogar mit einem Kranwagen.

LKWs im Morgengrauen

Der neue Schnurbaum auf der Kranichwiese. Früher stand hier eine Platane.

LKWs im Morgengrauen

Die neuen großen Bäume passen sich perfekt in den vorhandenen Bestand ein. Hier sind die neuen Yoshino-Kirschen neben den bereits vorhandenen Exemplaren zu sehen. Sie stehen an der Kirschallee zwischen Ponyhof und Landhaus.


Eine Auswahl neuer Gehölzarten und ihre Standorte im Grugapark

  • Ailanthus altissima – Götterbaum
    Tummelwiese, in der Nähe des Spielplatzes nahe des Tierhofs
  • Catalpa bignonioides 'Aurea' – Trompetenbaum
    Staudengarten, an der Ecke zum Schlingpflanzenteil
  • Cercidiphyllum japonicum – Japanischer Kuchenbaum
    Tummelwiese, am Ponyhof
  • x Chitalpa tashkentensis 'Pink Dawn' – Baumoleander
    Farbenterrassen, am Wasserbecken
  • Davidia involucrata var. vilmoriniana – Taschentuchbaum
    Asienteil, an der Grenze zum Staudengarten
    Farbenterrassen, neben der Querung der Grugabahn
  • Eucommia ulmoides – Chinesischer Guttaperchabaum
    Unterhalb der Krugträgerin an der Bauhaselallee
  • Fagus sylvatica 'Purple Fountain' – Hänge-Blutbuche
    Am Restaurant Landhaus
  • Ginkgo biloba – Fächerblattbaum
    Arboretum, hinter der Hirschgartenbrücke in Richtung Pflanzenschauhäuser. Gepflanzt wurden ein weibliches und ein männliches Exemplar.
  • Heptacodium miconioides – Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch
    Dahlienarena, am Weg in Richtung Kranichwiese
    Asienteil, an der Grenze zum Staudengarten
  • Ostrya carpinifolia – Hopfenbuche
    Waldsee, auf der Seite in Richtung Dahlienarena
  • Prunus x yedoensis – Yoshino-Kirsche
    Entlang der Grugabahntrasse am Landhaus
  • Quercus phellos – Weiden-Eiche
    Farbenterrassen, neben der Grugabahntrasse nahe der Grenze zum Orangerievorplatz
  • Salix alba 'Tristis' – Gelbe Trauerweide
    Grillplatz an der Dahlienarena
  • Sophora japonica 'Regent' – Schnurbaum
    Kranichwiese, auf der Seite zum Grugaturm
  • Tilia x euchlora – Krim-Linde
    Spielplatz Vogeldelle
  • Tilia henryana – Herbstblühende Linde
    Asienteil in Richtung Baumhaselallee


Konzept für die Ersatzpflanzungen nach den verheerenden Sturmschäden vom 9.6.2014


Rund 350 Bäume sind dem Sturm zum Opfer gefallen. Dabei brachen zahlreiche Kronen, aber viele Bäume wurden auch komplett entwurzelt. Um den Park wieder in voller Pracht erscheinen zu lassen, war der Grugapark auf Hilfe angewiesen und rief zusammen mit dem Stiftungsverein Grugapark Essen e.V. und dem Freundeskreis Grugapark e.V. zu Spenden für die Wiederbepflanzung auf. Viele Firmen, Institutionen und Privatpersonen bewiesen mit einer enormen Spendenbereitschaft ihre Nähe zum Grugapark.

Für die Nachpflanungen wurde ein Konzept erstellt. Diese wurden im Januar 2015 begonnen und im März 2016 abgeschlossen. 185 neue Bäume konnten in sehr guter Qualität beschafft und gepflanzt werden. Es handelt sich um 86 unterschiedliche Arten und zahlreiche Raritäten, die der dendrologischen Sammlung zusätzlich hinzugefügt werden konnten.

Folgende Maßgaben mussten beachtet werden:

  • Artenverlust im Botanischen Garten: durch den Sturm wurden seltene Arten aus dem Gehölzbestand geschädigt, geworfen oder mussten in der Folge entfernt werden.Sie waren in der erforderlichen Qualität zu ersetzen.
  • Bäume an Wiesen oder in besonderen Lagen wurden geschädigt, geworfen oder mussten in der Folge entfernt werden. Bei Schädigung des landschaftsarchitektonischen Erscheinungsbildes des Parks waren sie zu ersetzen.
  • Viele geschädigte Bäume in Kulissenpflanzungen mussten dagegen nicht ersetzt werden, wenn entsprechender Nachwuchs bereits vorhanden war, vorhandene Altbäume die Funktion übernehmen würden oder die Konkurrenzsituation im lokalen Baumbestand keine Pflanzung zusätzlicher junger Bäume an dieser Stelle zuließ.

Folgende landschaftsarchitektonische Aspekte der Parkgestaltung flossen in die Planung ein:

  • Vorhandene und neue Sichtachsen
  • Attraktivität für Parkbesucher
  • Habitus vorhandener und zu ergänzender Bäume
  • Laubfarben
  • Themenbereiche des Botanischen Gartens

Folgende fachliche Aspekte flossen in die Planung ein:

  • Pflanzenverwendung
  • Standorte
  • Lebensbereiche
  • Klimaveränderungen, Klimawandel
  • Empfehlungen der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.)
  • Anforderungen durch den Lehr- und Ausbildungsbetrieb
  • Wuchs- und Konkurrenzsituationen auf Wiesen, gärtnerischen Anlagen oder in geschlossenen Beständen

Folgende praktische planerische Ansätze werden berücksichtigt:

  • Artenvielfalt
  • Artenverlust
  • Ersatz von Landschaftsgehölzen durch seltene Arten
  • Verfügbarkeit von Arten
  • Verfügbarkeit von Sortimenten

Der Grugapark Essen bedankt sich für die enorme Hilfsbereitschaft herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern!

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